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Amazons Verpackungspraktiken stehen auf dem Prüfstand

2024-04-09

Trotz weltweiter Bemühungen, den Plastikverpackungsmüll bis 2022 um 11,6 % zu reduzieren, zeigt ein neuer Bericht der amerikanischen Naturschutzorganisation Oceana, dass Amazons Plastikverpackungsverbrauch in den Vereinigten Staaten um fast 10 % gestiegen ist. Die Ergebnisse von Oceana deuten darauf hin, dass Amazon im Laufe des Jahres für die Produktion von über 208 Millionen Pfund Plastikverpackungsmüll im Land verantwortlich war.

 

Matt Littlejohn, Senior Vice President für strategische Initiativen bei Oceana, äußerte sich besorgt über Amazons zunehmenden Plastikverbrauch in den USA und verwies auf die Erfolge des Unternehmens bei der Reduzierung von Plastikverpackungen in anderen wichtigen Märkten wie Indien und Europa. Littlejohn fragte, warum amerikanische Verbraucher nicht die gleichen Bemühungen zur Reduzierung des Plastikverbrauchs erleben würden.

 

Oceana fordert Amazon auf, sich zu bedeutenden Umweltveränderungen zu verpflichten. Das Unternehmen setzt sich für die Abschaffung von Plastikverpackungen in den USA ein und setzt sich zum Ziel, den Plastikverbrauch im gesamten Unternehmen bis 2030 um mindestens ein Drittel zu senken.

 

Amazon bestreitet jedoch die Behauptungen von Oceana und bezeichnet den Bericht als unzutreffend. Obwohl der Einzelhandelsriese diese Vorwürfe zurückgewiesen hat, hat er keine detaillierten Daten über die Menge an Plastikmüll veröffentlicht, die seine US-Geschäfte verursachen.

 

Pat Lindner, Amazons Vizepräsident für Mechatronik und nachhaltige Verpackungen, betonte das Engagement des Unternehmens, Verpackungen, insbesondere Einwegkunststoffe, zu minimieren oder ganz zu vermeiden. Lindner verwies auf Amazons Bemühungen, regelmäßige und transparente Updates zu seinem Weg zur Nachhaltigkeit bereitzustellen.

 

Die Auswirkungen der Plastikverpackungen von Amazon sind nicht nur ein nationales Problem, sondern haben globale Auswirkungen. Nach Untersuchungen von Oceana könnte der Plastikmüll von Amazon allein in den USA die Erde über 200 Mal umwickeln. Schätzungen zufolge gelangen jedes Jahr bis zu 10 Millionen Kilogramm dieses Mülls in Flüsse, Seen und Meere und gefährden so das Leben im Wasser. Dieses Umweltproblem hat nicht nur die Aufmerksamkeit von Umweltorganisationen, sondern auch von Amazons eigenen Aktionären auf sich gezogen. In einem kürzlichen Schreiben an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC forderten sie den Vorstand des Unternehmens auf, zu untersuchen, wie sich der Plastikverbrauch um ein Drittel reduzieren ließe, und wiederholten damit die Vorschläge einer Pew-Studie.

 

Als Reaktion auf diese Bedenken hat Amazon in Europa bedeutende Umweltmaßnahmen ergriffen, indem das Unternehmen von Einwegplastik auf vollständig recycelbare Materialien wie Papier und Karton umgestiegen ist. Das Unternehmen hat außerdem ein langfristiges Projekt gestartet, das darauf abzielt, Plastikverpackungen aus seinen automatisierten Logistikzentren in den USA zu entfernen. Diese Schritte zeigen, dass Amazon sich des Problems bewusst ist und Lösungen finden will, auch wenn die Debatten über die Wirksamkeit und Geschwindigkeit dieser Maßnahmen weiterhin andauern.

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